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Anne Wolff • 28. Januar 2025

Wertschätzung Miteinander durch Selbstwertschätzung

Wertschätzung – überall wird darüber geredet. Am Arbeitsplatz, klar. Aber was ist mit deinem Leben außerhalb des Büros? Was passiert zu Hause, bei den Freunden, in deiner Familie? Wann hast du das letzte Mal richtig gespürt, dass du gesehen wirst? Und nein, ich meine nicht die übliche Floskel „Danke für’s Kochen, Schatz“ – ich meine das echte und aufrichtige Danke, das in Erinnerung bleibt.


Lass uns ehrlich sein: Wie oft hast du es geschafft, den Moment, in dem dir jemand etwas Gutes tut, wirklich zu sehen oder sogar zu genießen?  Dein Partner räumt die Spülmaschine aus und du bemerkst es nicht mal, weil du schon wieder im Kopf bei der nächsten Besprechung bist. Deine beste Freundin ruft an, weil sie wissen will, wie es dir geht, und du hast nicht mal Zeit ranzugehen. Dein Bruder fragt zum zehnten Mal, ob du am Wochenende auf einen Kaffee vorbeikommst – und jedes Mal denkst du: “Ach, schon wieder?”


Du bist nicht undankbar – du hast einfach keine Zeit. Und  genau das ist das Problem.

Denn das fehlt uns scheinbar am meisten: ZEIT.


Was bedeutet Wertschätzung?

Wertschätzung ist keine Raketen-wissenschaft, aber sie verschwindet oft, weil wir zu sehr in unserem Hamsterrad stecken. Wir rennen von einer Verpflichtung zur nächsten und vergessen das was wirklich wichtig ist.


Wertschätzung zeigt sich vor allem durch eins: ZEIT. Da sein. Richtig da sein. Kein Multitasking.  Nicht „ich-höre-zu-und-gucke-nebenbei-TV“- da.
Kein halbherziges „Ja, ja, ich höre zu“, während die Gedanken zur Arbeit schweifen oder zu all dem, was du zu sagen hast, zu dem, was dir deine Schwiegermutter gerade erzählt.


Aufmerksamkeit und Präsenz sind heutzutage fast schon rebellisch,

vielleicht herausfordernd, aber genau darum so wertvoll. Und es funktioniert mit Zeit.


Für mich (und viele andere wenn man Fachliteratur und Google glaubt) ist Wertschätzung der wohlwollende Fokus auf das, was gut ist, auf positive Eigenschaften eines Menschen, JA AUCH DIE SCHWIEGERMUTTER. Immerzu gerichtet auf den positiven Wert der Persönlichkeit. Jeden Menschen so anzunehmen wie er ist. Komplett. Mit all seinen Eigenheiten, Macken und auch den Sachen, die nicht so rund laufen.  Und das bedeutet auch Vertrauen zu schenken, dass man einander schätzt, unabhängig Bedingungen, kein „Du bist nur ein guter Partner wenn du mich glücklich machst…“.


Genau hier wird’s spannend: Kannst du das wirklich? Oder schiebst du doch ab und zu ein „Ja, aber…“ hinterher?


(Selbst-) Wertschätzung muss spürbar sein

Diese Haltung lässt sich nicht durch Worte allein transportieren – sie wird spürbar, wenn sie echt ist. Es ist dieses wohlwollende „Ich sehe dich“. Und wenn du das nicht selbst fühlst, kannst du sagen, was du willst – es kommt nicht an. 


Mal Hand aufs Herz: Wann fühlst du dich selbst eigentlich wertgeschätzt? Wann hast du das letzte Mal in den Spiegel geschaut und gesagt: Ich bin stolz auf mich, genau so, wie ich bin? Nein, ich meine nicht die wohlgeformten Selbstgespräche, die du dir einredest, weil du gerade ein Meeting rockst. Ich meine echte, ungeschönte Wertschätzung für dich selbst. Für all das was gut ist und klappt- ohne dir dabei komisch vorzukommen. Und auch für all das, was vielleicht grad scheiße ist und nicht funktioniert. Wann warst du fürsorglich mit dir selbst, statt schlecht zu denken, als etwas nicht geklappt hat? Ehrlich: Wie oft denkst du: Ach, das hätte ich besser machen können oder warum mache ich das nicht einfach so? 


Selbstliebe, Akzeptanz- mein Gott so große Worte für alles und nichts.

Und leider viel zu inflationär genutzt.


Ich glaube, Wertschätzung fängt nicht bei anderen an. Weder dass du dich wertgeschätzt fühlst, noch dass du andere wertschätzen kannst– sie fängt bei dir an. Wie viel Zeit nimmst du dir für dich? Wie oft gönnst du dir einfach eine Pause, anstatt weiter durchzupowern und das Gefühl zu haben, ständig zu kurz zu kommen?


Es ist kein Akt der Selbstverliebtheit,  sich selbst wertzuschätzen. Es ist ein Akt der Selbsterhaltung. Und ja, das klingt hart, aber wenn du dich selbst ständig hinten anstellst, wird niemand anderes das für dich tun. Und das ist nicht der Sinn von selbstständigen Unternehmerinnen oder Führungskräften wie dir.


Über Grenzen:

Andere wertschätzen vs. dich selbst wertschätzen - Paradoxon at its best

Ja, Wertschätzung in deinem privaten Umfeld ist keine große Show. Sie muss nicht laut und spektakulär sein – ein echtes „Wie geht’s dir?“ bei der Freundin, die gerade viel durchmacht. Ein Moment der Aufmerksamkeit, wenn jemand etwas erzählt, das dich eigentlich gar nicht interessiert – aber du hörst zu, weil es ihm wichtig ist - ähhhhh... *räusper-räusper* KLASSE!- Und jetzt kommt die Krux!!


Wertschätzung für dich selbst bedeutet eben  auch, wenn du bemerkst, dass es dich nicht interessiert, mit dir selbst einzuchecken- ob dich dieser Mensch interessiert und wenn ja, dich zu fragen “Okay, wie kann ich ihm/ ihr gerade gut zuhören?” oder wenn er/ sie dir nicht wichtig sind oder du aus anderen Gründen gerade nicht präsent zuhören kannst und möchtest, zu entscheiden, dich abzugrenzen und nicht zuzuhören. Aber ihn nicht für das Thema was er hat zu verurteilen, bemitleiden á la “Boah redet er wieder davon.”


Bei Wertschätzung geht es nicht darum, dass du alles super findest, was andere tun.  Aber es geht darum, Menschen anzunehmen, wie sie sind. Mit ihren Fehlern, Ecken und Kanten. Sie nicht nur zu sehen, wenn sie dir einen Gefallen tun, sondern auch dann, wenn sie einfach sie selbst sind. Und das heißt nicht, dass du dich nicht abgrenzen darfst- Abgrenzung kann insbesondere, wenn du etwas nicht gut findest, sogar dein heiliger Akt der Selbstwertschätzung sein.  ABER Wertschätzung bedeutet eben auch, dass unabhängig davon wie sich ein Mensch dir gegenüber verhält, wenn du dies als schlecht bewertest und dich z.B. abgrenzt, dass dieser Mensch dennoch seinen positiven Wert behält und ein guter Mensch ist. Und du seine guten Seiten sehen kannst, wenn du es möchtest.


Over and out- Wertschätzung zusammengefasst

Ich weiß, das Leben ist chaotisch und manchmal überfordern uns die ganzen Aufgaben und Verpflichtungen. Aber vielleicht ist es an der Zeit, mal innezuhalten und zu fragen: Wo in deinem Leben fehlt Wertschätzung? Wo kannst du sie mehr in den Fokus rücken? Und vor allem – wie kannst du dir selbst mehr davon geben?


Und wenn du dir jetzt nur eins merkst und fett hinter deine süßen Öhrchen schreibst, dann das hier: Verdammt nochmal, du bist sensationell! Und du bist wichtig. Genau so, wie du bist absolut richtig & genug. Und: drunter machen wir's nicht.

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Anne Wolff

Mentorin für unkonventionelle Selbst- & Teamführung


Hi, ich bin Anne und ich brenne dafür, Führung mit Dir gemeinsam neu zu denken, Dein Ding draus zu machen- UND umzusetzen! Das heißt: authentisch DU in deiner Führungsrolle für selbstsichere intuitiv-mutige Führung, die sich federleicht anfühlt, mit der vor allem Du dich wohl fühlst. Und mit der Du genau deshalb deine Ziele erreichst. Mit leidenschaftlichen, umsatzstarken und gesunden Teams.


Führung  und Flow,
weil es sich nicht ausschließt, sondern zusammengehört!

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